Bobaro 3.1.0 - jetzt lokale KI nutzen
Abbildung beispielhaft · Redaktionelle Darstellung

Bobaro 3.1.0: Der neue đŸ€– KI-Assistent — lokal, privat, unter eurer Kontrolle

✹ Hallo ihr Schreibexperten, Wortakrobaten & Buchstaben-Alchemisten! ✍ Möge eure KreativitĂ€t unaufhaltsam fließen und eure Worte die Welt verzaubern! 🌟

Heute habe ich endlich einmal wieder ein Update fĂŒr euch, auf das ich mich schon seit lĂ€ngerer Zeit freue. Mit Bobaro 3.1.0 hĂ€lt erstmals ein KI-Assistent Einzug in Bobaro.

Ich wollte dabei bewusst nicht einfach irgendeinen Online-KI-Dienst integrieren, denn das hĂ€tte nicht zur Philosophie gepasst, die Bobaro seit dem ersten Tag verfolgt. Bobaro steht fĂŒr möglichst datenschutzfreundliches Bloggen. Deshalb war fĂŒr mich klar: Wenn KI integriert wird, dann so, dass ihr selbst die Kontrolle behaltet.

Warum lokale KI statt Cloud-Dienst

Der neue KI-Assistent arbeitet nicht mit einer beliebigen Internet-KI, sondern mit lokalen Sprachmodellen, die direkt auf eurem eigenen Rechner laufen. UnterstĂŒtzt werden Ollama und LM Studio. Ihr entscheidet selbst, welches Modell ihr verwendet, installiert es auf eurem Computer und verbindet es anschließend mit Bobaro. Das dauert nur wenige Minuten.

Verwendet ihr ausschließlich ein lokal installiertes Modell, bleiben eure Texte grundsĂ€tzlich auf eurem Rechner und werden nicht automatisch an externe KI-Dienste ĂŒbertragen. Nutzt ihr Funktionen, die bewusst auf das Internet zugreifen oder externe Dienste einbinden, gelten selbstverstĂ€ndlich die jeweiligen Einstellungen und Datenschutzbestimmungen dieser Programme — dazu gleich mehr bei Ollama.

Was der KI-Assistent kann

Im Alltag eröffnet das viele Möglichkeiten. Ihr könnt Texte schreiben oder umschreiben lassen, Rechtschreibung und Grammatik verbessern, Formulierungen optimieren oder euch beim Erstellen neuer Artikel unterstĂŒtzen lassen. Auch Tabellen, Quellcode oder kleine Recherchen innerhalb des Wissens des verwendeten Sprachmodells sind problemlos möglich. Der Assistent ist direkt in den Editor integriert, sodass ihr eure Texte bearbeiten könnt, ohne zwischen verschiedenen Programmen wechseln zu mĂŒssen.

Grenzen, die ich euch nicht verschweigen möchte

Ganz ohne EinschrÀnkungen kommt das Konzept nicht aus, und das möchte ich euch ehrlich sagen.

Da die KI lokal auf eurem Rechner lĂ€uft, steht sie auch nur dort zur VerfĂŒgung. LĂ€uft euer Sprachmodell auf dem BĂŒro-PC und ihr öffnet euren Blog spĂ€ter auf dem Notebook oder Tablet ohne eingerichtete lokale KI, kann Bobaro dort nicht auf den Assistenten zugreifen. Das ist Teil des Konzepts: Die KI bleibt dort, wo sie installiert wurde. Dadurch behaltet ihr die Kontrolle ĂŒber eure Umgebung und eure Daten.

Außerdem greift ein lokales Sprachmodell nicht automatisch auf aktuelle Informationen aus dem Internet zu. Es arbeitet mit dem Wissen, mit dem es trainiert wurde. Erst wenn ihr euch bewusst fĂŒr zusĂ€tzliche Funktionen wie eine Websuche entscheidet, fließen auch aktuelle Informationen ein. FĂŒr viele Schreibaufgaben, Korrekturen oder Ideen ist das aber kein Nachteil — im Gegenteil: Die Antworten kommen schnell und unabhĂ€ngig von externen Diensten.

Einrichtung: So verbindet ihr Ollama oder LM Studio mit Bobaro

Die Einrichtung lĂ€uft bei beiden Varianten grundsĂ€tzlich in drei Schritten ab: installieren, ein Modell herunterladen, Server starten. Danach tragt ihr im Reiter „Einrichtung" des Assistenten nur noch die Verbindungsdaten ein — die werden ĂŒbrigens nur in eurem Browser gespeichert, nicht auf dem Server, da sie sich von Rechner zu Rechner unterscheiden können.

Ollama installieren

  1. Ollama kostenlos unter ollama.com/download herunterladen und ganz normal installieren.
  2. Ein Modell laden, z. B. im Terminal mit:
PLAIN
1ollama pull llama3

Das lÀdt das Sprachmodell einmalig auf euren Rechner (je nach Modell mehrere GB).
  1. Der Hintergrunddienst startet danach meist automatisch (Symbol in der MenĂŒleiste).
Wichtig, falls euer Blog nicht auf localhost lĂ€uft: Ollama blockt Anfragen von echten Domains standardmĂ€ĂŸig aus SicherheitsgrĂŒnden. DafĂŒr mĂŒsst ihr einmalig in eurem Terminal die erlaubten Adressen freigeben.

Unter macOS:

PLAIN
1launchctl setenv OLLAMA_ORIGINS "https://deinedomain.de,https://www.deinedomain.de"

Unter Windows (PowerShell oder cmd, dauerhaft):

PLAIN
1setx OLLAMA_ORIGINS "https://deinedomain.de,https://www.deinedomain.de"

Danach Ollama komplett beenden und neu starten (MenĂŒleiste bzw. Tray-Symbol → Beenden, dann erneut öffnen) — sonst greift die Einstellung nicht. LĂ€uft euer Blog nur lokal unter localhost, ist dieser Schritt normalerweise gar nicht nötig.

Datenschutz-Hinweis zu Ollama: Ollama bietet optional Cloud-Modelle an (Modellname endet auf -cloud) sowie eine „Turbo"- und Websuche-Funktion. Nutzt ihr diese aktiv und meldet euch dafĂŒr bei ollama.com an, verlassen Prompt und Antwort euren Rechner. Solange ihr ausschließlich ein lokales Modell ohne -cloud-Zusatz eintragt und euch nirgends anmeldet, bleibt alles lokal. Wer ganz sichergehen will, kann diese Optionen in Ollama unter Einstellungen ĂŒber den „Airplane Mode"-Schalter komplett ausblenden.

LM Studio installieren

  1. LM Studio kostenlos unter lmstudio.ai herunterladen und installieren.
  2. Ein Modell ĂŒber die eingebaute Modellsuche herunterladen.
  3. Im Developer-Tab den Server-Schalter aktivieren, um den lokalen Server zu starten. LM Studio merkt sich das nicht dauerhaft — der Schalter muss bei jedem Start erneut umgelegt werden.
  4. CORS aktivieren: Ebenfalls im Developer-Tab unter „Server Settings" den Schalter „CORS aktivieren" einschalten. Alternativ könnt ihr den Server direkt im Terminal mit CORS starten:
PLAIN
1lms server start --cors

Das ist bei LM Studio unabhÀngig davon nötig, ob ihr lokal oder mit eurer echten Domain arbeitet, weil bereits ein anderer Port als andere Herkunft zÀhlt.
  1. Danach den Server einmal stoppen und neu starten, damit die Einstellung sicher greift.
Bei LM Studio ist mir keine vergleichbare eingebaute Cloud-Funktion fĂŒr den lokalen Server bekannt — hier bleibt standardmĂ€ĂŸig alles auf eurem Rechner.

Dokumentation und Video

Damit euch der Einstieg leichtfĂ€llt, findet ihr in der Hilfe eine ausfĂŒhrliche Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung, die euch durch die komplette Einrichtung fĂŒhrt. ZusĂ€tzlich habe ich ein kleines Video aufgenommen, in dem ich euch zeige, wie ihr LM Studio installiert, ein Sprachmodell herunterladet und den KI-Assistenten innerhalb weniger Minuten mit Bobaro verbindet. Einfacher kann der Einstieg kaum sein.

Fazit

Ich freue mich riesig, dass diese Funktion nun endlich ihren Weg in Bobaro gefunden hat. FĂŒr mich ist sie ein weiterer Schritt, moderne KI-UnterstĂŒtzung mit einem möglichst datenschutzfreundlichen Konzept zu verbinden. Ich bin schon jetzt gespannt, welche Ideen, Artikel und Projekte ihr kĂŒnftig gemeinsam mit eurer lokalen KI umsetzen werdet.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

„Ein Blog gehört seinem Autor, nicht einer fremden Cloud. DatensouverĂ€nitĂ€t heißt: Meine Texte fragen niemanden um Erlaubnis, bevor sie zu mir zurĂŒckkommen."
- Sven Owsianowski

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Über den Autor
Sven Owsianowski
Sven Owsianowski
Softwareentwickler, Autor & Dozent (Informatik)
Seit fast 30 Jahren baue ich Software, die aus echten Alltagsproblemen klare Lösungen macht – angefangen bei Bobaro, weiter ĂŒber den QR‑Code Creator bis hin zu ICE Notfallinfo. Ich mag Technik, die verstĂ€ndlich bleibt, sicher funktioniert und Menschen wirklich hilft. Besonders ziehen mich KI, IT‑Sicherheit und digitale Werkzeuge an, die nicht nur clever sind, sondern nĂŒtzlich. Auf wattblicker.de schreibe ich ĂŒber Technik, die Freude macht statt Kopfzerbrechen.